Grünes Licht für Kunstrasenplatz

 

Die Kickers Selb werden einen Kunstrasenplatz bauen. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins gaben die Mitglieder für dieses Vorhaben grünes Licht. Optimale Voraussetzungen sollen damit der eigenen Landesliga-Mannschaft und vor allem für den Nachwuchs geschaffen werden. Zugleich werde der Sportstandort Selb gestärkt.

 

Seit Mai 2019 fungiert Stefan Specht zusammen mit

seinem Stellvertreter Matthias Peschek, Schatzmeister Jakob Schleicher und Schriftführerin Vanessa Peschek (Foto) an der Spitze des 2015 gegründeten und später mit dem FC Selb verschmolzenen Vereins. Zugleich gab es zum Amtsantritt mit dem Aufstieg der Herren-Mannschaft in die Landesliga einige Herausforderungen zu meistern, wie der Vorstand bei der Versammlung erklärte. Insbesondere war es dabei erfreulich, dass zahlreiche neue Sponsoren gewonnen werden konnten. „Eine finanzielle Grundlage für unsere neues sportliches Kapital“, so Specht. Er betonte, dass sich auch in der erweiterten Vorstandschaft eine zweckmäßige Aufgabenverteilung ergeben habe. Jedoch wäre es wünschenswert, wenn bei den Heimspielen bis hin zu Vereinsveranstaltungen mehr Helfer mit anpacken würden.

 

 

Leicht rückläufig ist die Mitgliederzahl der Kickers Selb. Diese steht aktuell bei 414. Begründet wird dies allerdings durch einige Kündigungen der vom FC Selb übernommenen Mitglieder sowie der Auflösung der Damenmannschaft.

 

Ein schwerer Schlag zu Beginn des Jahres 2020 war der plötzliche Tod von Daniel Müller bei einem Hallenfußballturnier in Münchberg.

 

Corona wirft seit einigen Monaten das Vereinsleben das Vereinsleben komplett über den Haufen. Der Trainings- und Spielbetrieb musste stillgelegt werden. Einkalkulierte Einnahmen brachen weg. „Doch wir sind mit einem hellblauen Auge davongekommen“, dankte Specht, dass Spieler und Trainer auf die Fortsetzung von Bezügen verzichtet hätten und auch Sponsoren bis auf wenige Ausnahmen treu geblieben seien. Nun hoffe man auf eine baldmöglichste Fortsetzung des Verbandsspielbetriebs mit Zuschauern im September. Die Heimspiele selbst werden zukünftig auch als Stream im Internet auf sporttotal.tv zu sehen sein.

 

 

 

Höhen und Tiefen habe es in der aktuellen Spielzeit bislang für die Herren-Mannschaft in der Landesliga gegeben. Die positiven Zeiten überwogen da natürlich, wie Trainer Martin Damrot feststellte. So rangiert seine Truppe nach bislang 22 absolvierten Partien mit 38 Punkten auf einem sehr guten fünften Rang. Mit 56 Treffern stelle man gar den stärksten Sturm der Liga. 22 Mann umfasst der Kader. Gut die Hälfte davon stammt aus Selb bzw. der näheren Umgebung. Damrot sprach explizit seinen Dank für Teammanager Jakob Schleicher für die gute Zusammenarbeit aus.

 

Die sportliche Leistung passe auch bei der zweiten Mannschaft. Diese hat noch anders als im Vorjahr mit dem Abstieg nichts zu tun, belegt in der Kreisklasse Fichtelgebirge derzeit den fünften Tabellenplatz.

 

Genau 201 Mitglieder der Kickers Selb sind im Besitz eines BFV-Spielerpasses, darunter 74 Kinder und Jugendliche. Samt den Minis blickt der Verein voller Stolz auf rund 100 Nachwuchsfußballer. Darüber berichtete Nachwuchsleiter Andreas Durchholz, der das Engagement der Trainer und Betreuer in den jeweiligen Abteilungen würdigte. Dennoch mahnte er, dass es noch weitere Helfer benötige. Im Großfeldbereich kooperiert der Verein mit der SpVgg Selb 1913. Durchholz lobte hier die gute Zusammenarbeit mit dem Nachbarverein. „Unser gemeinsames Ziel ist es, in Sachen Fußball das Beste für die Selber Jugend zu erreichen. Das funktioniert sehr gut!“

 

Nicht ganz so zufrieden über die Anzahl an Spielen für die „Alten Herren“ ist Thomas Mönch. Lediglich sechs von zwölf ausgemachten Begegnungen kamen zustande, in der Regel habe der Gegner absagen müssen. Dennoch sei die Motivation gut, am Training würden derzeit bis zu 18 Spieler teilnehmen.

 

„Werdet Schiedsrichter“, warb Martin Braun. Er sei aus dem Verein der einzige Aktive an der Pfeife. Weitere Referees benötige es dringend.

 

 

 

In seiner Funktion als Schatzmeister ließ Jakob Schleicher in das Zahlenwerk einblicken. Im Kalenderjahr 2019 standen 158.000 Euro Ausgaben rund 140.000 Euro an Einnahmen gegenüber. Das Defizit konnte durch private Gelder gedeckt werden. Der Verein sei schuldenfrei. „Geld schießt keine Tore. Erfolg ist nicht käuflich“, weiß der Teammanager um viele gegen seine Person gerichtete Aussagen in der Öffentlichkeit. Den Mitgliedern gegenüber zeigte er auf, dass die erste Mannschaft rund 38.000 Euro ausgemacht habe, darunter Gelder wie Fahrten, Löhne, Steuern, Versicherungen und Berufsgenossenschaft fielen. „Beim Zweckbetrieb Sport macht dies etwa ein Drittel der Gesamtkosten aus, beim Gesamtetat des Vereins 24 Prozent“, verdeutlichte der Kassier. Weiter verwies er darauf, dass zahlreiche Kosten auch in ein oder zwei Ligen unterhalb des Landesliga gleich wären, die Einnahmen, wie zum Beispiel seitens von Sponsoren, jedoch deutlich geringer.

 

 

 

Regelrecht ins Schwärmen kam Jakob Schleicher beim Vorhaben, einen CO-neutralen Kunstrasenplatz zu errichten – dem ersten im Landkreis Wunsiedel. „Wir brauchen Veränderungen, etwas Nachhaltiges und vor allem eine Plattform für gute Nachwuchsarbeit!“ Zwar habe man einen sehr schönen Fußballplatz, in Sachen Trainingsmöglichkeiten müssen die Kickers aber teils schon auf Sportschulplätze ausweichen. Er und die Vorstandschaft seien überzeugt, mit dem Kunstrasenplatz nicht nur in einen „Trend der Zeit“, sondern in die Zukunft zu investieren. Mit dem Bayerischen Staatsforst habe man sich bereits auf die Nutzung von 3.000 Quadratmeter Fläche einigen können. In Sachen Rasenplatz befinde man sich aktuell in der Angebotsphase. Schleicher beziffert die Kosten auf zwischen 550.000 Euro und 650.000 Euro. Über das EU-LEADER-Programm werden 40 Prozent Förderung zugesichert. Auch über die Sportförderung der Stadt Selb fließen Gelder. Insgesamt wird mit rund 50 Prozent Gesamt-Förderung gerechnet. Notwendig wäre demnach eine Kreditaufnahme durch den Verein, um das Projekt, für das die SelbWERK zur Planung beauftragt wurde, zu realisieren.

 

Natürlich ist dann noch immer ein großer Eigenanteil zu stemmen. Als Beispielrechnung nannte Schleicher bei rund 300.000 Euro Kredit eine monatliche Tilgung von 2.000 Euro. Diese Raten könnten jedoch durch die Vermietung des Platzes an andere Vereine bis hin zu Schulen – dies ist ohnehin notwendig, um aus dem LEADER-Programm Gelder zu generieren – wiederum eingespielt werden. Neben dem Ziel einer „schwarzen Null“ könnten gar zusätzliche Einnahmen für den Verein generiert werden. Die Nachfrage für die Nutzung des Platzes sei vorhanden. „Das wird ein Magnet“, ist sich die Vereinsführung sicher. Diesem Vorhaben gaben die Mitglieder in der Versammlung grünes Licht – einstimmig. Läuft alles nach Plan, so könnte mit dem Bau im kommenden Frühjahr gestartet werden.

 

In Sachen Vereinsheim und Kabinen seien die notwendigen Leistungen „weitgehend überschaubar und vieles in Eigenleistung umsetzbar“, so Schleicher. Mit rund 10.000 Euro sollen um das Vereinsgebäude Drainagen verlegt werden, um das Mauerwerk vor Feuchtigkeit zu schützen. Jede vorhandene Räumlichkeit will bestens genutzt werden. Im Bereich der Wohnung sind so neue Kabinen samt Sauna für die Herren-Mannschaften angedacht, womit sich für Gästeteams und Schiedsrichter die Raumsituation in den Kellerräumen verbessern dürfte.

 

Vielen Dank für die Bereitstellung des Artikels und des Fotos sagen wir Michael Sporer von Selb-Live.

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